Gasthermen: Gefahren durch Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid Detector
Kohlenmonoxid Melder schützen Leben - Foto: serenethos / depositphotos.com

In jedem Jahr sterben nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zahlreiche Menschen an einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid. Das wird nur wenig in den Medien propagiert und rückt daher selten in den Fokus der Öffentlichkeit. Dabei ist der Grund für die Vergiftung häufig alles andere als kompliziert: Aus einer defekten Gastherme tritt das Gas aus und wird von den Bewohnern unbemerkt eingeatmet.

So entsteht das Kohlenmonoxid

Bei diesem Stoff handelt es sich um ein Gas, welches weder eine Farbe noch einen speziellen Geruch hat. Und genau diese Faktoren machen das Kohlenmonoxid so gefährlich für Menschen. Bevor Bewohner überhaupt erkennen, dass das Gas austritt, sind sie bereits vergiftet.

Kohlenmonoxid entsteht bei der Verbrennung von Kohlenstoff – und genau dieser Schritt geschieht in einer Gastherme. Produziert wird das Gas dann, wenn entweder Holz, Gas, Öl oder Kohle verbrannt wird.

Das passiert beim Austritt von Kohlenmonoxid

Natürlich wissen die Konstrukteure und Bauer der modernen Gastherme, dass es sich bei Kohlenmonoxid um einen für Menschen schädlichen Stoff handelt. Genau deshalb gibt es im Inneren der Therme einen Filter, der die Abgase nach außen führt. Doch selbst geringe Konzentrationen in der Luft reichen aus, um eine Person in Lebensgefahr zu bringen.

Atmet ein Lebewesen das Kohlenmonoxid ein, so kann der Organismus keinen Sauerstoff mehr bekommen bzw. verarbeiten und die Organe werden akut unterversorgt. Müssen das Gehirn, das Herz und andere wichtige Organe ohne Sauerstoff auskommen, werden wir zuerst bewusstlos und sterben, wenn niemand zur Hilfe eilt.

Ein Kohlenmonoxid Detektor kann Menschen rechtzeitig warnen, indem erhöhte Werte an Kohlenmonoxid in der Luft entdeckt werden und das Gerät entsprechend einen Alarm auslöst. Tritt das Gas direkt aus dem Rohr oder aus der Therme selbst aus, können sich Betroffene frühzeitig retten und Experten das Feld überlassen.

Diese Ursachen führen zu einem Austritt aus der Therme

Ein besonders häufiger Grund für ein gefährliches Lack stellt ein defekter Brenner dar. Wenn der Verbrennungsvorgang nicht korrekt ausgeführt wird, dringt Gas nach außen und vergiftet die Umgebungsluft.

Sofern der Schornstein nicht regelmäßig gereinigt, gewartet oder zumindest geprüft wird, kann er verstopfen. Die dramatische Folge: Giftige Gase können nicht mehr nach draußen sind und es kommt zu einem Rückstau. Das Kohlenmonoxid verbreitet sich in der Folge im gesamten Haus.

Ein Schornstein kann zum Beispiel durch Schmutz, Laub oder sogar durch nistende Vögel verstopfen. Da diese Dinge innerhalb kurzer Zeit passieren, ist es wichtig, den Schornstein einer Therme regelmäßig zu kontrollieren.

Weitere technische Probleme, die zum Ernstfall führen können

Manchmal beginnt das Problem bereits vor der eigentlichen Inbetriebnahme der Gastherme. Das ist der Fall, wenn der Techniker sich nicht adäquat mit der Therme selbst oder mit der Technik drumherum auskennt. Kommt es zu einer Fehlfunktion, weil einzelne Einstellungen nicht stimmen, kann das im schlimmsten Fall Menschenleben kosten. Daher ist es wichtig, dass ausschließlich Profis mit viel Erfahrung die Installation und Instandhaltung durchführen.

Wenn die Sensoren einer Gastherme defekt oder fehlerhaft sind, erkennt das Gerät nicht rechtzeitig, dass Gas austritt. Normalerweise sind moderne Thermen mit feinen Messinstrumenten ausgestattet, welche eine erhöhte Konzentration an Kohlenmonoxid sofort erkennen und die Maschinen direkt abschalten. Darauf können sich Besitzer jedoch nicht in allen Fällen verlassen.

Wer den offenen Kamin oder allgemein die Feuerstelle nicht korrekt nutzt, der kann auch selbst für das Auftreten von Kohlenmonoxid in der Wohnung verantwortlich sein. Das passiert zum Beispiel, wenn Abfall – und im Speziellen Kunststoff – zum Beispiel im Kamin verbrannt wird und dabei giftige Gase austreten.

Auch ein Mangel an Zufuhr frischer Luft kann zu einem echten Problem werden. Gerade im Winter werden die meisten Wohnräume nur spärlich gelüftet. Weil die Ausgänge und Belüftungsschlitze des Schornsteins teilweise zugefroren sein können, muss hier explizit für genügend Luft gesorgt werde. Regelmäßiges Lüften und das Warten der Anlage sind noch wichtiger, wenn es im Haus einen offenen Kamin gibt.

Über Kai 20 Artikel
Der "Heimwerker" Kai W. ist auf diesem Projekt der verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in mehreren handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt er sich bestens mit verschiedenen Gerätschaften und Arbeitstechniken aus. Bereits seit 2015 betreibt er diverse Projekte zu den Themen Schädlinge, Wohnen & Bauen, Immobilien, Heimwerken und Garten