Bodentester

Bodentester - PH-Tester
PH-Test des Bodens - Foto: deyangeorgiev2 / depositphotos.com

Wenn der Rasen nicht richtig wächst und das Gemüse nur spärlich gedeiht, liegt die Ursache dafür eventuell im Untergrund. Mit einem Bodentester können genaue Erkenntnisse erlangt werden. Bodenproben müssen dazu nicht extra in ein Labor geschickt werden. Mit speziellem Equipment wird der pH-Wert des Erdreichs einfach selbst gemessen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Bodentester kann der pH-Wert des Bodens bestimmt werden.
  • Durch eine Bodenanalyse kann die Ursache für ein schlechtes Wachstum von Pflanzen ermittelt werden.
  • Die Analyse des Bodens lässt sich mit einem Teststreifen und Reagenzien oder einem digitalen Bodentester einfach selbst vornehmen.
  • Die Bodenuntersuchung kann von jeder Person in kurzer Zeit durchgeführt werden. Chemische Vorkenntnisse sind nicht vonnöten.
  • Digitale Bodentester können meist auch die Bodenfeuchtigkeit und Lichtintensität am Standort messen.

Der pH-Wert des Bodens

Für das gesunde Wachstum von Pflanzen spielt neben der Zusammensetzung des Bodens auch dessen pH-Wert eine bedeutende Rolle. Dieser Wert hat großen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen und auf die Aktivität kleinster Lebewesen im Untergrund. Während ein Boden mit einem pH-Wert von 7,5 und höher als alkalisch gilt, wird er mit einem Wert unter 6,5 als sauer eingestuft. Liegt der pH-Wert des Erdreichs zwischen 6,5 und 7,5, so ist der Boden neutral. Manche Pflanzen bevorzugen einen sauren Boden, deshalb kann es sinnvoll sein, einen basischen oder neutralen Boden saurer zu machen.

Kohl gedeiht auf einem basischen Boden am besten. Ist im Boden des Gemüsefelds vorwiegend saure Erde, sollten besser andere Sorten angepflanzt oder der Boden entsäuert werden. Feldfrüchte bevorzugen einen geringfügig sauren oder neutralen Untergrund. Falls in einem Garten verschiedene Gewächse nicht richtig gedeihen, kann meist davon ausgegangen werden, dass der Boden auf dem Grundstück einen niedrigen pH-Wert aufweist. Mit einem Bodentester kann der pH-Wert schnell gemessen werden. Dank der Bodenanalyse lassen sich passende Pflanzen auswählen oder Maßnahmen ergreifen, die die Erde saurer beziehungsweise alkalischer machen.

Bodentester zum Messen des pH-Werts

Saure Erde ist nicht für jede Pflanze geeignet. Eine Bodenuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob der Untergrund, in dem die Wurzeln stecken, basisch, neutral oder sauer ist, und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden sollten. Vor allem für Hobbygärtner sind Bodentester zum Messen des pH-Werts geeignet, die damit die Ursache für ein schlechtes Wachstum einer Pflanze ermitteln können.

Mithilfe eines Geräts oder Produkts mit Teststreifen, Tabletten oder Indikatoren misst man bei Bedarf den pH-Wert des Untergrunds von Rasen, Gemüsebeeten und anderen Flächen im Garten. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob die Pflanzen aufgrund ungeeigneter Bodenverhältnisse nicht richtig gedeihen können. Bodentester sind nicht nur für Hobbygärtner geeignet. Für Unternehmen im landwirtschaftlichen Bereich sind die praktischen Hilfsmittel ebenso von Nutzen.

Einige Wochen nach den erfolgten Maßnahmen, die zum Beispiel gegen saure Erde getroffen worden, sollte erneut eine Bodenanalyse stattfinden, um das Resultat auszuwerten. Die Sets der Bodentester mit Teststreifen und anderen Indikatoren reichen oft für mehrere Anwendungen. Ein digitaler Bodentester kann bei guter Verarbeitung ein Leben lang beim Ermitteln des pH-Werts dienen und unbegrenzt oft verwendet werden.

Die verschiedenen Arten von Bodentestern

Um den pH-Wert im Boden zu messen, haben sich unterschiedliche Verfahren etabliert. Es gibt Bodentester, die mit Teststreifen, mit Tabletten oder mit Indikatorlösung arbeiten und auf einer Färbereaktion basieren, es sind aber auch Geräte erhältlich, die eine digitale Bodenanalyse ermöglichen.

Bodentester mit Teststreifen

Eine Bodenuntersuchung kann zum Beispiel mit einem Teststreifen erfolgen. Dazu werden aus dem zu analysierenden Erdreich Bodenproben entnommen und in einem Glas mit destilliertem Wasser vermischt. Der beigefügte Teststreifen wird ausreichend tief in das Gemisch getaucht, damit die anhaftende Substanz entsprechend reagieren kann. Die chemische Reaktion wird durch eine farbliche Veränderung sichtbar. Mittels einer Farbskala lässt sich dann der pH-Wert des Bodens bestimmen. Farben wie Grün oder Gelb signalisieren, dass die Erde einen sehr niedrigen pH-Wert besitzt. Bodentester mit Teststreifen sind ideal, um den Kalkbedarf des Rasens schnell und zuverlässig zu ermitteln.

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Bodentester mit Tabletten

Eine Bodenanalyse kann ebenso mit speziellen Testtabletten durchgeführt werden. Bei dieser Methode werden die entnommenen Bodenproben zusammen mit destilliertem Wasser und den im Kit enthaltenen Tabletten in ein sauberes Glas gegeben. Über die Reaktion und die entstandene Farbe kann der pH-Wert ermittelt werden. Viele Sets liefern praktische Röhrchen aus Glas oder Kunststoff als Testbehältnis mit.

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Bodentester mit Indikatorlösung

Eine andere Möglichkeit ist, den pH-Wert anhand einer Indikatorlösung zu messen. Bodenproben werden bei dieser Variante in Glasröhrchen gefüllt und mit verschiedenen Substanzen vermengt. Je nach Zustand des Untergrunds erfolgt eine andere chemische Reaktion. Mit der beiliegenden Farbskala wird der pH-Wert abgelesen. Die Farbe des Resultats gibt Aufschluss, ob es sich um alkalische, neutrale oder saure Erde handelt. Bodentester mit Indikatorlösung bestehen in der Regel aus einem Kit, das Röhrchen und Reagenzien mitliefert. Die Methode ist für alle Kulturböden geeignet.

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Digitale Bodentester für schnelles Messen

Eine Alternative zu diesen Optionen ist die Messung des pH-Werts mit einem digitalen Bodentester. Die Verhältnisse im Untergrund werden sehr präzise ermittelt und das Display lässt sich einfach ablesen. Neben dem Messen des pH-Werts bestimmen viele Produkte auch die Bodenfeuchtigkeit und Lichtintensität am Standort. Digitale Bodenmessgeräte lassen sich leicht bedienen und liefern unmittelbare Ergebnisse.

Wenn schnell Klarheit geschaffen werden soll, ob saure Erde den Rasen beeinträchtigt oder der Rhododendron in basischem Boden wächst, ist diese Methode optimal. Hier müssen nicht erst Bodenproben entnommen und mit Reagenzien vermischt werden. Auch Flüchtigkeitsfehler oder Uneindeutigkeiten, die beim Messen des pH-Werts mittels einer Farbskala auftreten können, werden vermieden. Per Messsonde, die in den Boden gesteckt wird, lässt sich der Wert sofort bestimmen.

Wer ständig den pH-Wert im Rasen messen will, ist mit einem digitalen Bodentester gut beraten. Durch die nicht erforderliche Entnahme von Bodenproben bleibt der Rasen frei von Einschnitten und sichtbaren Löchern. Eine externe Energiequelle ist nicht immer notwendig. Es gibt nämlich digitale Bodentester, die auch ohne Batterien funktionieren.

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Bodenproben entnehmen

Für die Messung des pH-Werts mit einem manuellen Bodentester mit Teststreifen, Tabletten oder Indikatorlösung ist die Entnahme von Bodenproben erforderlich. Für eine 50 Quadratmeter große Fläche sollten vier Probeentnahmestellen ausgewählt werden. Die Bodenproben lassen sich mit einer Handschaufel aus circa 5 bis 20 Zentimeter Tiefe holen. Zum Ausstechen ist auch ein einfaches Messer geeignet.

Für Bodentester, die eine Probe des Untergrunds zum Bestimmen des pH-Werts benötigen, ist nur eine sehr kleine Menge an Erde vonnöten. Die in den Sets enthaltenen Röhrchen müssen lediglich mit einer Schicht von ungefähr einem Zentimeter Höhe befüllt werden. Nach der Entnahme wird das ausgestochene Stück einfach zurück in den Boden gesetzt, damit keine Löcher zurückbleiben.

Hinweise für Bodentester mit Messsonde

Digitale Bodentester, die den pH-Wert mit einer Messsonde ermitteln, sollten nicht zum direkten Testen von Wasser und anderen Flüssigkeiten oder Gemischen mit Erde benutzt werden. Sofern die Betriebsanleitung keine speziellen Vorgaben enthält, ist die Sonde nur für eine Messung des Bodens vorgesehen. Dazu wird diese in das Erdreich gesteckt. Der Kontakt mit Steinen sollte besser vermieden werden, da harte Oberflächen die Messsonde beim Einführen in den Boden schädigen können und der Kontakt das Messergebnis verfälschen kann. Wenn das Gerät nicht für einen dauerhaften Einsatz konzipiert wurde, sollte der digitale Bodentester nicht länger als eine Stunde in der Erde verbleiben.

Bodentester kaufen – Darauf ist zu achten

Die im Handel erhältlichen Bodentester arbeiten mit verschiedenen Testmethoden und unterscheiden sich in puncto Genauigkeit der Messergebnisse und im Preis. Die Geräte für eine digitale Bodenanalyse sind in der Regel teuer, jedoch kann sich ein häufiger Einsatz schnell rentieren. Fällt die Wahl auf ein solches Gerät, ist auf die Verarbeitung und Garantiebestimmungen zu achten. Eine Investition lohnt sich nur, wenn der Bodentester auch lange Zeit in Benutzung sein kann. Billige Produkte können bereits nach ein paar Anwendungen den Geist aufgeben.

Die chemischen Testmethoden sind günstiger, besitzen dafür aber eine geringfügige Abweichung des Testwertes. Der optische Vergleich mit der Farbskala impliziert Fehler beim Ablesen. Diese liegen jedoch innerhalb einer vertretbaren Toleranzgrenze. Ein saurer Boden wird von den manuellen Bodentestern ebenso deutlich erkannt.

Für Gärtner, die viele anspruchsvolle Pflanzen auf dem Grundstück haben oder eine ständige Überwachung des Rasens wünschen, sind digitale Bodentester sinnvoller. Die Geräte ermöglichen eine permanente Kontrolle des pH-Werts und liefern eine ziemlich präzise und korrekte Angabe. Auch die zusätzlichen Informationen zur Bodenfeuchtigkeit und Lichtintensität sind nützlich. Bei digitalen Bodentestern ist auf die Stromversorgung zu achten. Wenn nicht gern neue Batterien gekauft werden, sind Geräte, die den pH-Wert ohne Batterien messen, zu empfehlen.

Vor dem Kauf ist deshalb der geplante Verwendungszweck des Bodentesters besser zu überdenken. Wenn Kinder im Haushalt leben, kann die Bodenuntersuchung mit Teststreifen und anderen Indikatoren als interessanter Chemieunterricht genutzt werden. Die farbliche Veränderung bringt die Kleinen zum Staunen.

Bodenanalyse im Labor

Eine Bodenanalyse im Labor ist zum Messen des pH-Werts nicht erforderlich. Die erhältlichen Bodentester sind ideal, um den Säuregehalt des Erdreichs zu bestimmen. Egal für welche Option man sich entscheidet, alle Methoden können gut ermitteln, ob es sich um alkalische, neutrale oder saure Erde handelt.

Für Hobbygärtner und kleine landwirtschaftliche Betriebe reichen die Tests im Handel vollkommen aus. Wenn allerdings die genaue Zusammensetzung des Bodens und Anteile gewisser Stoffe bestimmt werden sollen, ist eine Bodenuntersuchung in speziellen Einrichtungen sinnvoll. Labore ermitteln detailliert, wie hoch der Gehalt an Stickstoff, Kalium, Magnesium und Phosphor im Boden ist. Auch das Vorhandensein von Elementen wie Eisen, Zink, Kupfer oder Bor in der Erde kann präzise analysiert werden.

Ein Vorteil der Bodenuntersuchung im Labor ist, dass anschließend eine Düngeempfehlung ausgesprochen wird und eine intensive Beratung in Anspruch genommen werden kann. Für eine detaillierte Auskunft über die Zusammensetzung, Qualität und Beschaffenheit des Bodens ist ein Test im Labor zu empfehlen. Neben allen Hauptnährstoffen und Spurenelementen werden die Bodenproben ebenso auf Schadstoffe wie Schwermetalle überprüft.

 

Häufige Fragen zum Bodentester

Wo können Bodentester erworben werden?

Bodentester können im Internet erworben werden. Es gibt diverse Online-Händler, die ein breites Sortiment anbieten. Die Auswahl an verschiedenen Geräten und Produkten zum Messen des pH-Werts ist groß. Auch in gut sortierten Baumärkten lassen sich digitale Bodentester und Bodentester mit Indikatorlösung, mit Tabletten und mit Teststreifen finden. Die Auswahl ist hier allerdings deutlich eingeschränkter.

Welcher pH-Wert ist für einen Rasen geeignet?

Ein Indikator für einen schönen Rasen ist unter anderem der pH-Wert des Bodens darunter. Dieser sollte im günstigsten Fall zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Auf sandigen Böden tolerieren die Gräser auch einen niedrigeren pH-Wert. Saure Erde bekommt dem Rasen im Allgemeinen nicht so gut. Bei einem niedrigeren pH-Wert gilt das Erdreich als zu sauer und die Nährstoffe können von den Gräsern nicht mehr richtig aufgenommen werden. Die Folge ist Moosbildung, das vermehrte Aufkommen von Wildkräutern wie Gänseblümchen und Löwenzahn sowie ein spärliches Wachstum der Rasengräser.

Wie kann saure Erde entsäuert werden?

Ein Untergrund, bei dem ein pH-Wert unter 6,5 gemessen wird, gilt als sauer. Ist der Boden zu sauer, kann Kalk in die Erde eingearbeitet werden, damit sie basischer wird. Kalk neutralisiert die Säure im Boden und schafft dadurch ideale Voraussetzungen für ein aktives Leben im Erdreich. Eine schwache, saure Reaktion begünstigt den Stoffumsatz in der Erde und verbessert damit die Ernährung der Pflanzen. Beim Kalken sollte unbedingt mit Bedacht vorgegangen werden. Ein maßvoller Einsatz von Kalk ist ratsam, da ein Überschuss die Verfügbarkeit von Phosphat und Spurenelementen für die Pflanzen mindern.

Welche Pflanzen bevorzugen einen sauren Boden?

Neben verschiedenen Feldfrüchten bevorzugen Pflanzen wie Lupinen, Gardenien, Kamelien, Lilien sowie Pfingstrosen einen sauren Boden. Auch Azaleen, Fothergillas, Rhododendren, Stechpalmen und Heidelbeeren und einige andere Beerensträucher mögen keine basischen oder neutralen Untergründe und wachsen besser auf Böden mit einem pH-Wert unter 6,5. Saure Erde wird von Kartoffeln oft gut angenommen, sofern der pH-Wert im Boden des Gemüsefelds nicht unter 4 liegt. Strauchpflanzen, die einen sauren Boden brauchen, können mit einem Mulch aus Kiefernnadeln, geschredderter Rinde oder Torfmoos behandelt werden. Die Stoffe tragen organisch dazu bei, den pH-Wert des Bodens niedrig zu halten.

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Über Kai 20 Artikel
Der "Heimwerker" Kai W. ist auf diesem Projekt der verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in mehreren handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt er sich bestens mit verschiedenen Gerätschaften und Arbeitstechniken aus. Bereits seit 2015 betreibt er diverse Projekte zu den Themen Schädlinge, Wohnen & Bauen, Immobilien, Heimwerken und Garten