Fußbodenheizung nachrüsten – was ist wichtig?

Fußbodenheizung unter Laminat (2)
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Die Fußbodenheizung ist eine bewährte Technik, die viele Vorteile bietet. Vor allem im Winter, wenn es draußen kalt ist, sorgt die Fußbodenheizung für ein angenehmes Raumklima.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fußbodenheizungen sind effizient.
  • Vinyl- und Linoleumböden eignen sich hervorragend.
  • Die ideale Raumtemperatur liegt bei 18 und 22 Grad Celsius.
  • Eine Fußbodenheizung kann auch nachgerüstet werden.

Sind Fußbodenheizungen effizient?

Eine Fußbodenheizung ist eine effiziente Art, Ihr Zuhause zu beheizen. Die Heizkosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus betragen etwa 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr. Mit einer Fußbodenheizung kann man diese Kosten auf 400 bis 600 Euro reduzieren.

Welche Bodenbeläge eignen sich?

Nicht alle Bodenbeläge eignen sich für eine Fußbodenheizung. Vor allem Stein- und Holzböden sind problematisch, da sie die Wärme nicht gut speichern können und so die Heizkosten in die Höhe treiben können. Auch Teppiche sind keine gute Wahl, da sie ebenfalls die Wärme nicht gut speichern und außerdem oft dicker als andere Bodenbeläge sind, was die Heizung wiederum stärker belastet.

Die beste Wahl ist hier Vinyl oder Linoleum. Sie speichern die Wärme gut und sind dabei auch noch relativ dünn, sodass die Heizung nicht so stark betrieben werden muss.

Wie angenehm ist die Raumwärme im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung?

Viele Menschen wünschen sich eine Fußbodenheizung, weil die Raumwärme sehr angenehm ist. Das liegt daran, dass die Wärme gleichmäßig verteilt wird und nicht an der Decke oder an der Wand kondensiert.

Wird mit einer Fußbodenheizung die Luftfeuchtigkeit im Raum reduziert?

Ja, eine Fußbodenheizung kann die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Da sie die Luft erwärmt, entsteht ein Unterdruck, der Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Dadurch wird die Luft trockener und es kommt zu weniger Schimmelbildung.

Die ideale Raumtemperatur

Die ideale Raumtemperatur ist ein sehr wichtiges Thema, das oft vernachlässigt wird. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie sehr die Temperatur in ihrem Zuhause oder Büro auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wirkt. Die richtige Temperatur kann entscheidend dafür sein, ob man sich in seinem Umfeld wohlfühlt oder nicht.

In den meisten Fällen liegt die ideale Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Dies ist die Temperatur, bei der man sich am wohlsten fühlt und am besten konzentriert arbeiten kann. Natürlich gibt es immer Ausnahmen – manche Menschen bevorzugen es ein bisschen kühler oder wärmer – aber in der Regel sollte man versuchen, in diesem Bereich zu bleiben.

Wie beliebt sind Fußbodenheizungen in Deutschland?

Fußbodenheizungen sind in Deutschland sehr beliebt. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK wurden im Jahr 2017 mehr als eine Million Fußbodenheizungen in deutschen Haushalten installiert. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent aller Haushalte. Die Studie ergab außerdem, dass die Zahl der Haushalte mit Fußbodenheizung in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen ist.

Diese Elemente beinhaltet eine Fußbodenheizung

  • Eine Fußbodenheizung besteht aus mehreren Komponenten, die alle miteinander verbunden sind. Zu den wichtigsten Elementen gehören:
  • Ein Heizkörper: Dies ist der eigentliche Wärmeerzeuger und wird in der Regel aus Metall gefertigt. Er kann entweder an der Wand oder am Boden befestigt werden.
  • Ein Thermostat: Dieses Gerät regelt die Temperatur in der Fußbodenheizung und sorgt dafür, dass die gewünschte Temperatur eingehalten wird.
  • Ein Pumpe: Die Pumpe sorgt dafür, dass die Wärme vom Heizkörper in den Boden gelangt.
  • Ein Rohrsystem: Das Rohrsystem verbindet alle Komponenten miteinander und leitet die Wärme vom Heizkörper zur Pumpe und von dort in den Boden.
  • Ein Heizkreisverteiler: Der Heizkreisverteiler regelt die Wärmezufuhr in den einzelnen Räumen.

Worauf man beim Nachrüsten achten sollte

Zuerst muss man entscheiden, welche Art der Fußbodenheizung man installieren möchte. Die zwei häufigsten Systeme sind die elektrische Fußbodenheizung und die Wasser-Fußbodenheizung. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, die man berücksichtigen sollte.

Eine elektrische Fußbodenheizung ist einfach und kostengünstig zu installieren, da keine Rohre verlegt werden müssen. Allerdings ist sie auch teurer in der Anschaffung und hat einen höheren Stromverbrauch als eine Wasser-Fußbodenheizung.

Wer sich für eine Wasser-Fußbodenheizung entscheiden, sollten außerdem beachten, dass es hinsichtlich des Heizkreisverteiler zwei verschiedene Systeme gibt: das Zentralheizungssystem und das dezentrale Heizsystem. Das Zentralheizungssystem wird über die bestehende Heizungsanlage betrieben und ist daher relativ einfach zu installieren. Allerdings ist es auch teurer in der Anschaffung und hat einen höheren Stromverbrauch als das dezentrale Heizsystem.

Das dezentrale Heizsystem wird über ein separates Heizelement betrieben und ist daher aufwändiger in der Installation. Allerdings ist es günstiger in der Anschaffung und hat einen niedrigeren Stromverbrauch als das Zentralheizsystem.

Fazit

Eine Fußbodenheizung sorgt nicht nur für ein behagliches Wohnklima, sondern ist auch energieeffizient und somit kostensparend. Bei der Planung einer Fußbodenheizung sind viele Punkte zu beachten, um spätere Fehler zu vermeiden.

Über Kai 40 Artikel
Der "Heimwerker" Kai W. ist auf diesem Projekt der verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in mehreren handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt er sich bestens mit verschiedenen Gerätschaften und Arbeitstechniken aus. Bereits seit 2015 betreibt er diverse Projekte zu den Themen Schädlinge, Wohnen & Bauen, Immobilien, Heimwerken und Garten