Diese Klebstoffe sollte ein Heimwerker immer zuhause haben

Heißklebepistole
Ein Heimwerker sollte immer verschiedene Möglichkeiten zum Kleben zu Hause haben | Foto: dvoevnore via Twenty20

Für einen Heimwerker ist es ratsam, den Haushalt mit verschiedenen Klebemitteln auszustatten. Je nach Material kommt eine andere geeignete verbindende Substanz zum Einsatz. Die Auswahl an Klebern ist dabei groß.

Mit dem Alleskleber besser nicht alles kleben

Der Alleskleber ist vielseitig einsetzbar. Er ist für eine große Anzahl verschiedener Werkstoffe gedacht. Papier, Pappe, Plastik, Leder und sogar Textilien fügt die Substanz zusammen. Bereits nach zehn Minuten klebt das angefügte Teil gut an der präparierten Stelle. Die Endfestigkeit tritt jedoch erst nach Tagen ein. Seinem Namen macht der Alleskleber nur bedingt alle Ehre, denn bestimmte Materialien wie Holz und Metall erfordern spezielle Klebstoffe, damit die Verbindung wirklich hält.

Sekundenkleber klebt schnell

Sekundenkleber gilt als Superkleber. Er besteht aus chemischen, bei Raumtemperatur flüssigen Verbindungen, die mit der Feuchtigkeit in der Luft reagieren und aushärten. Sekundenkleber ist der optimale Partner für das Verbinden von kleinen Objekten, welche nicht fixiert werden müssen. Kleine Klebestellen trocken in Kürze, sodass fix die Endfestigkeit und ein sicherer Sitz erreicht werden. Aufgrund der schnellen Aushärtung ist Sekundenkleber für ein großflächiges Auftragen nicht geeignet.

2-Komponenten-Kleber für extra starke Verbindungen

Wenn zum Beispiel Holz an einer starren Oberfläche haften soll, kommt der Zwei-Komponenten-Kleber ins Spiel. Das Klebemittel fügt Holz, Kunststoff, Metall und Keramik fest zusammen. Im Zwei-Komponenten-Klebstoff sind zwei voneinander getrennte Substanzen enthalten, die vor dem Klebeeinsatz miteinander vermischt werden müssen. Durch das Reagieren der enthaltenen Elemente entstehen Polymere, die für den festen Sitz der Materialien sorgen. 2-Komponenten-Kleber ist nur für eine begrenzte Zeit verwendbar. Nach dem Gebrauch gilt es, die temperaturabhängige Aushärtezeit abzuwarten.

2-Komponenten-Kleber gibt es von verschiedenen Herstellern (z.B. HG Power Glue, technicoll für Gewerbe und Industrie oder auch 3M) und für völlig verschiedene Anwendungen. Grob unterschieden wird zwischen Klebern aus Epoxidharz, Polyurethan (PUR) bildende Systeme und Methylmethacrylat.

Für Holz eigenen Klebstoff benutzen

Holz ist ein natürliches Material, das lebt. Es zieht sich bei Kälte zusammen und dehnt sich bei Wärme aus. Deswegen ist zum Verbinden von hölzernen Teilen ein eigens dafür konzipierter Kleber sinnvoll. Bis zu einem gewissen Grad kann Holzklebstoff die entstehenden Spannungen aufnehmen. Soll Holz mit einer anderen, saugenden Oberfläche wie Pappe oder Stoff zusammengeklebt werden, ist die Substanz ebenfalls das ideale Produkt. Bis der Holzleim getrocknet ist, dauert es etwa 30 Minuten. Um einen konstanten Druck auf die Klebestelle auszuüben, ist der Einsatz von Schraubzwingen zu empfehlen. Für Holz gibt es spezielle Kleber, zum Beispiel von Ponal.

Heißkleber aus der Pistole

Heißkleber liefert schnell perfekte Verbindungen. Er ist anwendbar auf porösen oder faserigen Oberflächen und kann Unebenheiten ohne große Probleme gut ausgleichen. Der Klebstoff wird in einer speziellen Pistole auf die nötige Temperatur gebracht. Im heißen Zustand kommt er auf Holz und Co., um fix die gewünschten Objekte zu verbinden. Heißkleber zieht gern unschöne Fäden, deshalb ist beim Umgang oftmals etwas Übung erforderlich. Die Substanz härtet in kurzer Zeit bei Raumtemperatur aus.

Kontaktkleber für das Kleben von Gummi

Um Gegenstände aus Gummi, Leder oder Schaumstoff zu kleben, ist Kontaktkleber das richtige Mittel. Er verbindet elastisches Material besonders gut, der Gebrauch unterschiedet sich allerdings von klassischen Anwendungen zum Kleben. Um einen festen Halt herzustellen, müssen die Klebeflächen der zu verbindenden Objekte mit der Substanz eingestrichen werden. Erst wenn das Lösemittel verdunstet ist, erfolgt das Verbinden der Klebestellen. Hier sollte unbedingt Pressdruck ausgeübt werden, damit das Ergebnis stimmt. Nach kurzer Zeit sind die verklebten Stellen schon voll belastbar.

Klebeband darf nicht fehlen

Ein Heimwerker sollte natürlich auch Klebeband daheim haben. Damit der Teppich nicht verrutscht, ist doppelseitiges Klebeband perfekt geeignet. Es bietet schnell eine Lösung und ist leicht wieder zu entfernen. Wenn den Wänden in der Wohnung ein neuer Anstrich verliehen werden soll, ist unbedingt auf Malerkrepp zurückzugreifen. Es gewährleistet eine saubere Linienführung und verzeiht beim Streichen kleine Wackler. Um leichte Objekte aus Metall an einer Oberfläche zu befestigen, ist Magnetklebeband genau das richtige Produkt. Es kann fix angebracht und entfernt werden und sorgt für praktische magnetische Anziehungskraft.

Über Kai 20 Artikel
Der "Heimwerker" Kai W. ist auf diesem Projekt der verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in mehreren handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt er sich bestens mit verschiedenen Gerätschaften und Arbeitstechniken aus. Bereits seit 2015 betreibt er diverse Projekte zu den Themen Schädlinge, Wohnen & Bauen, Immobilien, Heimwerken und Garten