Klicklaminat – Vorteile, Nachteile, Verwendung

Klicklaminat
Foto: opkirilka via Twenty20

Laminat hat sich seit den 80ern in vielen privaten Haushalten und gewerblich genutzten Immobilien etabliert. Es handelt sich um einen Belag für den Boden, der optisch zwar an echtes Parkett erinnert, in der Pflege, Verlegung und Verarbeitung allerdings deutlich unkomplizierter ist. Auch die preislichen Aspekte wissen zu überzeugen. Gerade das Klicklaminat gilt als einfach zu verlegen – gerade für Laien.

Das zeichnet Klicklaminat aus

Vom Design her erinnert das klassische Klicklaminat an echtes Holz. Daher lässt sich mit diesem Bodenbelag eine wohnliche Atmosphäre schaffen, z.B. wenn man ein Büro oder Arbeitszimmer renoviert.

Der Begriff leitet sich aus der Tatsache ab, dass es sich um einzelne Elemente handelt, sie sich mit wenigen Handgriffen und ohne schweres professionelles Werkzeug ineinander klicken lassen. Zusammen sehen sie aus wie ein homogener Boden.

Die einzelnen Elemente werden – anders als bei Parkett, Teppich und Co. – weder verleimt, noch geklebt.

Diese Vorteile gibt es beim Klicklaminat

Das Klicklaminat lässt sich leicht und schnell verlegen, ohne dass die Hilfe vom Profi zwingend erforderlich wird. Die Teile müssen lediglich genau vermessen und im Anschluss zugeschnitten werden. Zudem haben sie weniger Gewicht und sind daher einfach zu transportieren.

Wer das Klicklaminat zurückbauen möchte, wird ebenfalls keine Probleme haben. Der Boden lässt sich wieder entfernen und anschließend an einem anderen Ort neu verlegen

Generell handelt es sich um eine kostensparende Angelegenheit. Sowohl die Anschaffung ist günstig, als auch die Wiederverwendung besonders wirtschaftlich. Private Haushalte sparen sich zudem das Geld für einen Handwerker oder teure Geräte, die man leihen oder kaufen müsste.

Die Auswahl im Markt ist groß. Ein weiterer Vorteil ist daher, dass man sich genau das Design und die Stärke sowie Maserung und Farbe aussuchen kann, die am besten zu den eigenen vier Wänden passt.

Dass das Klicklaminat im Alltag sehr unempfindlich ist, kommt nicht nur Besitzern von Hunden sowie Katzen oder Eltern kleiner Kinder zugute. Das Klicklaminat bekommt nicht so schnell Kratzer sowie Dellen und verträgt Feuchtigkeit deutlich besser als klassisches Parkett.

Diese Nachteile bringt das Klicklaminat mit sich

Wie alle anderen Beläge für den Boden, so hat auch das Klicklaminat ein paar Nachteile.

Parkett, das sich mit den Jahren abnutzt, kann abgeschliffen und danach neu versiegelt werden. Hinterher sieht das Holz wieder aus wie neu oder bringt sogar einen ganz besonderen Charme mit. Die Oberfläche von Klicklaminat kann hingegen nicht abgeschliffen werden. Geht etwas kaputt, muss man die Elemente austauschen.

Wenn ein Element nicht am Rand, sondern in der Mitte eines Raumes kaputtgeht, kann der Austausch recht beschwerlich werden. Die Schwierigkeit liegt darin, das defekte Elemente auszutauschen, ohne dass man die anderen Paneele versehentlich löst oder gar beschädigt.

Nicht vergessen werden sollte die Tatsache, dass man das Laminat nicht direkt auf den Boden legen sollte. Stattdessen bietet es sich an, eine Trittschallmatte zu verlegen. Diese gehört zwischen das Klicklaminat und den Untergrund. Ohne Trittschalldämmung dämmt Klicklaminat kaum Schritte oder andere Geräusche.

Das sollten Anwender vor dem Verlegen bedenken

Man braucht nur wenig Werkzeuge, um das Klicklaminat zu verlegen. Nicht fehlen darf allerdings neben dem Laminat selbst und einem Polster für die Knie ein Maßband, eine Stichsäge und ein Schlagholz sowie der Hammer.

Der Boden sollte möglichst glatt sowie gerade sein. Wichtig ist auch, dass er zwar sauber, aber nicht mehr feucht ist.

Wer gerade erst neue Paneele bestellt hat, sollte diese einen bis zwei Tage ruhen lassen, weil sich das Laminat eventuell noch ausdehnt, während es sich an das Raumklima gewöhnt.

So wird Klicklaminat verlegt

Essenziell ist, dass die Elemente stets parallel zum Einfall des Lichts verlegt werden. Allerdings liegen sie nicht plan an der Wand an, sondern es bleibt eine kleine Lücke von rund einem halben Zentimeter zwischen Wand und Paneele.

Während die einzelnen Paneele zusammengelegt werden, muss man ein sanftes Klickgeräusch hören. Erst dann kann man sicher sein, dass der Boden fest liegen bleibt. Die Bretter werden am besten mit Hammer und Schlagholz längs nebeneinander geklopft, damit keine Lücken entstehen.

Über Kai 28 Artikel
Der "Heimwerker" Kai W. ist auf diesem Projekt der verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in mehreren handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt er sich bestens mit verschiedenen Gerätschaften und Arbeitstechniken aus. Bereits seit 2015 betreibt er diverse Projekte zu den Themen Schädlinge, Wohnen & Bauen, Immobilien, Heimwerken und Garten